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Corona & Psyche: Das macht die Krise mit uns und so gehen wir damit um

Coronakrise & Psyche

Anlässlich der aktuellen Corona-Situation und den damit verbundenen veränderten Arbeitsbedingungen in Unternehmen bietet Great Place to Work® regelmäßig ein virtuelles Austauschforum an, in dem sich Interessierte über aktuelle HR-Themen austauschen können.

Heute möchten wir Ihnen die Erkenntnis aus dem Forum „Corona & Psyche: Das macht die Krise mit uns und so gehen wir damit um“ begleitet von Dr. Cornelia Martens, Geschäftsführerin vom EAP-Institut management consultancy GmbH, vorstellen.

Unsicherheiten auf verschiedenen Ebenen

Die Corona-Situation hat viele Veränderungen mit sich gebracht, auf die wir alle nicht wirklich vorbereitet waren. Nun ist jeder Mensch unterschiedlich resilient und geht mit veränderten Situationen unterschiedlich um.

„Häufig geht es um tatsächlichen und/ oder gefühlten Kontrollverlust, auch Stress ist eine natürliche Alarmfunktion unseres Körpers“, weiß Cornelia Martens, Geschäftsführerin vom EAP-Institut management consultancy GmbH, die sich mit dem Employee Assistance Program um die psychologische Beratung von Mitarbeitenden kümmert.

Die COVID-19 Pandemie bringt auch noch Unsicherheiten gleich auf drei Ebenen mit sich:

  • auf der persönlichen Ebene: das Virus betrifft mich unmittelbar und kann meine Gesundheit und meine soziale Umgebung beeinflussen
  • auf die beruflichen Ebene: plötzlich ist zum Beispiel ein Kundenkontakt nicht mehr möglich, ich muss ins Homeoffice und finde andere, mir fremde, Arbeitsbedingungen vor
  • der gesellschaftlichen Ebene: Social Distancing und der Lockdown haben sehr tiefe Einschnitte in unseren Alltag gebracht, Vereinsamung und Depressionen können Begleitumstände sein

Die Belastung auf jeden einzelnen kann also recht groß sein, so sehen es auch die TeilnehmerInnen des Great Place to Work® Austauschforums mit HR-Verantwortlichen aus Österreich:

Zwei Drittel sehen viele neue Belastungen auf die Mitarbeitenden zukommen, lediglich ein Drittel rechnet bzw. erlebt nur wenige neue Belastungen. Aber alle sind sich einig: Belastungen sind auf jeden Fall da!

Wie aber damit umgehen? Jeden Mitarbeitenden mit seinem Resilienz-Grad individuell betrachten. So führte Frau Dr. Martens ein Beispiel für Unternehmen in einem internationalen Verbund an: „Gerade Expats wenden sich häufig an uns, da sie in der aktuellen Situation nur geringen sozialen Kontakt in Österreich haben und sich häufig einsam fühlen. Diese Mitarbeitende muss man noch mal gesondert betreuen.“

Angst ernst nehmen

Jeder geht mit der Corona-Krise anders um, ähnlich wie in bekannten Change-Prozessen gibt es auch in der aktuellen Situation unterschiedliche Typen an Menschen. Die einen sind „vernünftig“ und sehen das Virus mit all seinen Tücken und Gefahren und verhalten sich im Sinne einer rücksichtsvollen Gesellschaft, andere leugnen die Gefahr oder sehen gar Verschwörungen heraufziehen. Ein nicht unwesentlicher Teil ist aber auch einfach nur ängstlich, vielleicht weil jemand aus dem engeren Bekanntenkreis oder man sogar selbst zur Risikogruppe zählt.

„Hier ist es wichtig, die Ängste der Mitarbeitenden ernst zu nehmen, diese nicht zu übersehen“, so Martens. „Es kann helfen, dass die 'Vernünftigen' im Unternehmen die eher 'Ängstlichen' unterstützen, um einen gemeinsamen Weg in ein 'Back to the Office' zu schaffen“.

Was nach einer Krise passieren kann, ist auch von der bereits vor einer Krise gelegten Vertrauensbasis im Unternehmen oder im Team abhängig. War vorher beispielsweise die Solidarität schon hoch ausgeprägt, so fallen nach der Krise „Verteilungskämpfe“ nur sehr gering aus.

nachher

Wichtig ist vor allem als Führungskraft, die Selbsterkenntnis zu gewinnen, dass nicht alles kontrollierbar ist. So kann zum Beispiel auch eine gefühlte Belastung des Mitarbeitenden im Homeoffice („Meine Führungskraft vertraut mir nicht darauf, dass ich auch zuhause meinen Job gut mache“) schon direkt vermieden werden.

Manchmal hilft es, sich als Führungskraft einfach mal eine Auszeit zu nehmen und nicht im Micromanagement zu verfallen (kann auch gleich zu mehr Selbstorganisation der Mitarbeitenden führen).

gesund
FAZIT: Auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingehen

Ob in Einzelgesprächen oder durch positive gruppendynamische Prozesse, in der aktuellen Situation kommt es einmal mehr auf vertrauensvolles Führen an. Diejenigen Führungskräfte, die bislang schon auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden individuell eingegangen sind, haben auch jetzt die stabilsten Teams, die gestärkt aus der Krise hervorgehen werden. Für alle anderen wäre jetzt die Zeit, sich diese Skills anzueignen.



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